Das Benediktinerkloster auf dem Johannisberg
 

 

Auf dem Johannisberg soll einst, noch vor der Gründung des Kloster, eine Kapelle des heiligen Nikolaus gestanden haben.

Möglicherweise durch den Bischoff und Missionar Rhabanus Maurus erhielt der heutige Johannisberg zunächst den Namen "Bischofsberg".

 

Der Mainzer Erzbischof "Ruthard von Mainz" gründete dann ca. um das Jahr 1108 hier ein Benediktinerkloster. Die Mönche lebten hier nach den Regeln des Benedikt von Nursia.

Es war das erste Kloster im Rheingau und das einzige Kloster für Benediktinermönche.

Im Jahr 1130, anlässlich der Weihe der Basilika, wurde die Abtei unter das Patrozinium Johannes des Täufers gestellt, der dann später auch dem berühmten, den ganzen Rheingau überschauenden Berg und der Ansiedlung den Namen gab.

Die schon bald nach der Gründung innerhalb des Klosters eingerichtete Frauenklause für Benediktinerinnen wurde 1130 an den Fuß des Berges verlegt.

 

Das Kloster wurde 1563 aufgelöst und kam im Dreißigjährigen Krieg als Pfandobjekt in die Hände des Reichspfennigmeisters Hubert Bleymann und seines Schwiegersohnes G. von Giese in Köln.

 

 

   
Das Kloster St. Johannisberg um 1630 (Kupferstich von Daniel Meisner)
     
     

Das Kloster mit seinem reichen Weinbergsbesitz stand lange unter weltlicher Verwaltung, bis es 1716 von der Fürstabtei Fulda gekauft wurde. Nach Abriss der Klostergebäude mit Ausnahme der Kirche und des heute fast 900 - jährigen Weinkellers (Bibliotheca subterranea) wurde nach Plänen des Bamberger Baumeisters Johann Dietzenhofer ein barockes Schloss erbaut.

Der Schwerpunkt lag auf der Weinwirtschaft, und so wurde ein riesiger Keller von 250m Gesamtlänge an den alten Keller angebaut. Bei den Neuanpflanzungen der vernachlässigten Weinberge wurde ein Teil erstmals mit Rieslingreben bepflanzt (1720), womit eine neue Ära für den Rheingau und die Weißweine insgesamt eingeleitet wurde.

 
 
 

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