|
So konnte erst am 30. September
1928 der Grundstein für die Kirche gelegt werden, die am 10. August 1929
von Bischof Hugo von Mainz - in Vertretung des schwer erkrankten
Diözesanbischofs - konsektiert wurde.
Das Gotteshaus wurde der Unbefleckten Empfängnis Mariä geweiht.
Seitdem führte das Kloster den Titel: "Maria Immaculata".
Während des Rohstoffmangels im zweiten
Weltkrieg wurden, wie bereits in den Kriegen zuvor, vielerorts
Glocken und Denkmäler eingeschmolzen. So wurde auch die Kirche des
Klosters 1942 ihrer Glocken "beraubt". Im gleichen Jahr gab die erste
Priorin des Klosters "Mutter Clara Fischenich" am 4. Juni ihr Amt aus
Krankheitsgründen an die bisherige Subpriorin "Mutter Xaveria Nußbaum"
ab. Seit der Zerstörung der
Johannisberger Schloss- und
Pfarrkirche im August 1942 diente die "Unterkirche" des Klosters fast
10 Jahre lang der gesamten Pfarrgemeinde als Notkirche..
1943 wurde auf Wunsch des Bischofs ein
Altenheim außerhalb der Klausur eingerichtet, das im Jahr 1962 24 noch
Betten hatte. Das Altenheim wurde noch bis in die 80er Jahre des 20.
Jahrhunderts betrieben.
In der Nacht zum 1. August 1944
verursachte eine Luftmine, die in den nahe gelegenen Elsterbach fiel, im
Kloster großen Sachschaden.
Nach Ende des Krieges erhielt die Kirche
im Jahr 1948 wieder 3 Glocken.
Die Benediktinerinnen lebten in strenger
Klausur. Die Aufgaben der Ordensgemeinde waren das tägliche, feierliche
Gotteslob und die immerwährende Anbetung des allerheiligsten
Sakramentes. Lediglich Schwestern, die Garten- und Feldarbeit leisteten,
waren davon teilweise entbunden.
Die Haupteinnahmequellen des Klosters
waren eine Hostienbäckerei, Paramentenstickereien und das Altersheim.
Mit Beginn der 60er Jahre wurden auch einige Weinberge angelegt, die vom
Schloss Johannisberg bearbeitet wurden.
Wegen Überalterung und Nachwuchsmangel
musste das Kloster gegen Ende des 20. Jahrhunderts aufgelöst werden. 1991 haben die letzten Nonnen das
Kloster verlassen.
Nach einer großzügigen Renovierung durch das Bistum
Limburg und die örtliche Pfarrgemeinde zogen
1993 die Schwestern der Steyler Mission
in das Kloster, und
boten dort Raum für für geistige und kulturelle Veranstaltungen sowie
die Gelegenheit zu Übernachtungen in
Klosteratmosphäre.
1996 wurde hier auch das
neue und moderne Kath. Pfarrzentrum in der früheren "Unterkirche" des
Klosters untergebracht.
Zum Jahresende 2004 verlassen nun auch
die "Styler Schwestern" Johannisberg und das ehemalige Kurgebäude.
Im Februar 2006 wird hier ein Hotel
eröffnet.
|