Die Mühlen am Elsterbach

© Rudolf Edinger

     
 Alter Mühlstein vor dem Kloster im Grund       (Foto: R. Edinger)  

Die Mühlen waren Jahrhunderte lang ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Die Besitzer waren oftmals adelige Familien oder die Klöster, die ihre Mühlen wiederum an Müller verpachteten. Diesen selbst blieb, durch den hohen Pachtzins an Eigner und Klöster, oftmals nur das Nötigste zum Leben.

Die Müller musste zeitweise selbst das zum Betrieb der Mühlen – und zu ihrem Lebensunterhalt erforderliche – Mahlgut aus dem nahen und weiten Umkreis heranschaffen. Es gab bis zu 100 Wassermühlen im Rheingau, von denen Anfang des 20. Jahrhundert noch 30 in Betrieb waren. Dabei waren die Mühlräder meist aus Holz gefertigt und wurden an den Bächen meist von oben mit Wasser versorgt. In diesem Zusammenhang spricht man auch von "oberschlächtigen Mühlrädern".

Die Mühlen wurden zur Erledigung verschiedener Aufgaben genutzt. So gab es Gewürzmühlen, Sägemühlen,  Papiermühlen, Schleifmühlen, Lohmühlen und Walkmühlen.

Mit Hilfe des aufgestauten Elsterbaches nutzten die Grundherren und Betreiber auch hier die Kraft des fließenden Wassers. Die Getreide- und Schrotmühlen deckten den Bedarf an Mehl, Graupen und Grieß. Am Elsterbach waren auf Johannisberger Grund ehemals 4 und und im Tal Richtung Marienthal 5 Mühlen ansässig. 

Die Geschichte der Mühlen am Elsterbach ist eng mit der Geschichte des früheren Benediktiner Klosters Johannisberg verbunden. 

Die erste Mühle am Eingang des Tales von Johannisberg nach Marienthal ist die Schamari-Mühle. Einige hundert Meter weiter, in nördlicher Richtung, folgen die Elstermühle, die Weihermühle, die Ostermühle, die Reu´siche Mühle und die Schleifmühle. Eine weiter ehemalige Mühle der Jesuiten ist heute nicht mehr vorhanden.

Drei weitere Mühlen gab es ehemals am Elsterbach südlich des Weges nach Marienthal: Die Brückenmühle am heutigen Johannishof und weiter südlich die Krayer'sche Mühle und die Vatter´sche Mühle (heutiges Weingut Schwarz). Die anderen Mühlen lagen weiter südlich in der Winkeler Gemarkung. Insgesamt sollen am Elsterbach im Laufe der vergangenen Jahrhunderte mind. 14 Mühlen betrieben worden sein.

Wann die Mühlen genau errichtet wurden, ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass die ersten aus dem 14. Jahrhundert stammen, da sie ab jener Zeit erstmals eine urkundliche Erwähnung finden. Als letztes wurde noch bis 1923 auf der Winkeler Anker-Mühle und bis im Jahr 1929 auf der Johannisberger Schamari-Mühle dem Müllerhandwerk nachgegangen.

 

 

 

 

  Die Mühlen am Elsterbach

in Nord-Südrichtung

     
Marienthaler-Mühle (Geisenheim)

Die Mühle, die erstmals 1696 als "die den Jesuiten gehörende" erwähnt wurde, besteht heute nicht mehr. Sie befand sich vermutlich auf dem Gelände des heutigen Hotels "Gietz".

Die Mühle hatte einen Mahlgang.

1738 gab der dortige Müller Philipp Hungari "nebst seiner Frau Katharina, wegen Armut nur halbe Steuer. Bei dem Müller lebten zu dieser Zeit auch der "Taglöhner" Johann Adam Hungari und die Witwe des Christof Hungari. Zusammen besaßen sie für den Getreide- und Mehltransport 3 Esel und eine Kuh.

 

 
     

  Schleif-Mühle  (Geisenheim)

Die (wohl) jüngste Mühle wurde erstmals im Jahr 1629 als "Schleifmühle" und 1696 auch als "Pulvermühle" bezeichnet.

Vermutlich wurde die Mühle, aufgrund der Namensgebungen, im Laufe der Jahrhunderte sowohl als Gewürzmühle als auch als Werkzeugmühle genutzt.

Das Gelände hatte im Jahr 1668 Heinrich Engelhausen vom kurmainzischen Geheimen Rat und Rentmeister Emundt Rohkoch gekauft und danach dem Müller Hans Peter Weisenfeld verpachtet.

1814 gehört die Schleifmühle Nicolaus Bieger. Die Mühlewurde am 9. September 1851 durch einen Brand zerstört. Der Müller Philipp Josef Hell übernahm 1867 den Wiederaufbau, erweiterte die Mühle um einen Anbau und betrieb sie noch im Jahr 1881. Die Familie Bieger wohnte jedoch weiterhin auf dem Grundstück.

Auf dem Anwesen, seit 1910 im Besitz der Familie Ober, befindet sich heute ein Gutsausschank der auch für die Pilgerströme zum nahen Kloster Marienthal genügend Platz bietet.

     
Reu`ssische Mühle (Geisenheim)

Die Mühle, zuvor auch "Scherersche Mühle" genannt, wurde zuletzt bis Anfang des 19. Jahrhunderts von Adolf Reue, dem Besitzer eines der im Wald gegenüber liegenden Zechenhäuser, zum Waschen der von ihm dort gewonnenen Brauneisensteine genutzt.

Der hier gewonnene Braunstein und Brauneisenstein ging im wesentlichen als Farberz an chemische Fabriken und nur in geringeren Mengen an die metallurgische Industrie.

 

     
 

  Ostermühle  (Geisenheim)

Ehemalige Getreidemühle. Im Jahre 1800 kaufte der Namensgeber der Mühle, Christian Ostern, die Mühle von dem reich begüterten Geisenheimer Graf von Ostein.

Der Mühlenbetrieb wurde schließlich 1896 von den anschließenden Besitzern Daniel eingestellt. Diese widmeten sich hiernach dem Weinbau. Dies hatte einen umfassenden Umbau der Gebäude zur Folge, da neue Wirtschaftsgebäuden und ein Schankraum errichtet werden mussten.

Die Daniels bewirtschaften seither den Mühlengrund.

     
Weihermühle (Geisenheim)

1399 wird die Mühle als klösterlicher Besitz erwähnt.

1682 wird die "Atzel-Mühle", ebenso wie die „Odenwalt´sche-Mühle unterhalb, von dem „Gewaltboten“ Christian Schwindt verkauft.

Gegen Zahlung von 1600 Reichstaler an die Gemeinde Geisenheim wurden dem Käufer der Mühle, dem Mainzer Erzbischof Anselm Franz zu Ingelheim (1679-1695) für die „Befreiung von Gemeindelasten“ für alle gekauften Güter in Geisenheim in Rechnung gestellt.

Von den neuen Besitzern, der reichsgräflichen Familie von Ingelheim stammt der damalige Name "Ingelheimer Mühle".

Auch in den folgenden Jahren wird die Getreidemühle mehreren Namenswechseln unterzogen. So wird sie zum Beispiel selbst heute noch von einigen Einheimischen als "Atzelmühle" bezeichnet.

Den Nachforschungen Adam Daniels zufolge, dessen Vaterhaus die benachbarte Ostermühle ist, gilt die Weihermühle als Stammhaus des Müllergeschlechts. Es gibt unterschiedliche Angaben darüber, seit wann die Vorfahren der Familie Daniel hier leben, so heißt es in einer Quelle seit 1771 und in einer anderen seit 1803. Die Söhne und Enkel ergriffen seither den Beruf des Müllers und verteilten sich auf die ringsum im Rheingau verteilten Mühlen um ihr Handwerk auszuüben.

1940 ging die Mühle zunächst an die Familie Horz und dann an die Nassauische Siedlungsgesellschaft über von der sie die Familie Daniel 1943 kaufte.

Diese Mühle wurde nicht, wie viele andere, zum Gutsausschank umgebaut und wird heute als Landwirtschaftlicher Betrieb im Vollerwerb genutzt.

Die Familie Daniel bewirtschaftet das Areal mit Viehhaltung und Weinbau, wobei die Viehhaltung mittlerweile im Rheingau recht selten zu finden ist.
 

   

 

 

     

 

 

Eine Johannisberger Anekdote, "Die wunnertätich Kerz" von Willi Kloos, erzählt von einem, zunächst kinderlosen Ehepaar das auf der Elster Mühle lebte...

  Elster Mühle

In einer Urkunde des Jahres 1645 wird sie als "Wendl Odenwalts-Mühle" und als "nördlicher Nachbar der von Schönburgchen-Mühle" bezeichnet.

Im Jahr 1697 war Johann Adam Schell „Zeitbeständer“ (Pächter, Müller) und hatte an das Kloster Johannisberg 15 Malter Korn als Wasserpacht zu zahlen.

Am 20. Juni 1682 erwarb der Mainzer Erzbischof Anselm Franz zu Ingelheim das Anwesen zusammen mit der darüber gelegenen Mühle.

Diese und die nördlich von hier gelegene „Ingelheimer-Mühle“ erwirtschafteten im Jahre 1706 zusammen 60 Malter Korn.

Es ist nicht bekannt, wie lange die Mühle im Eigentum der reichsgräflichen Familie von Ingelheim blieb.

Die Mühle wurde vermutlich noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts betrieben. Danach betrieb man hier bis 1945 eine Geflügelfarm und heute ein Obstgut.

Seit 1927 ist die „Elstermühle“, die gerade noch in der Geisenheimer Gemarkung gelegen ist, im Eigentum der Johannisberger Familie Fischer.

     
Schamari Mühle

 

Eine erste Benennung der Schamari Mühle steht in Zusammenhang mit der Misswirtschaft der Ordensbrüder im Kloster.

 

Zuvor war das Grundstück einige Zeit Teil des Klosters Johannisberg gewesen, musste jedoch während des wirtschaftlichen Niedergangs 1593 für 20 Gulden an den Junker Knebel von Katzenellenbogen verkauft worden und war da an „bürgerlich“.

 

1593 wurde die Mühle für 20 Gulden an den Junker Knebel von Katzenellenbogen verkauft und war von nun an bürgerlich.

 

Später ging die Mühle auf Otto von Schönburg. Die Mühle blieb weiterhin eine "Bauernmühle", da Schönburg versuchte vergeblich die Mühle adlig zu befreien und so wurde sie ab 1645 von einem Peter Müller weiter betrieben.

 

1686 wurde die Mühle vom Johannisberger Oberschultheiß Johann Jakob Kilian in Erbstand erworben.

 

1749 wechselt sie  für 2000 Gulden an den Müller Michael Klein, und als dessen Sohn Johann Klein starb, konnte Heinrich Schamari sie, nebst Land im Bienenfang 1812 für 6130 Gulden von dessen Erben kaufen.

 

Von Heinrich Schamari ging die Mühle dann 1844 auf Peter Schamari über, der am 17. August 1878 die noch immer auf der Mühle ruhende Kornabgabe an das Schloss (in Rechtsnachfolge des Klosters) zum Preis von 2448 Mark ablöste.

 

1816 erbaute Heinrich Schamari das heutige Anwesen, nachdem er die Mühle von den Erben des Müllers Johann Klein erworben hatte. Danach ging die Mühle 1844 auf Peter Schamari über, der am 17.August 1878 die immer noch auf der Mühle ruhende Kornabgabe an das Schloss Johannisberg mit 2448 Mark abgelöst hat.

 

Bis ins Jahr 1929 wurde hier dem Müllerhandwerk nachgegangen.

Danach wurden Weinbau und Landwirtschaft betrieben wurden. Bereits 1930 erfolgte der Umbau zu einem Gutsausschank, und die Besitzer verlegten sich auf den Weinanbau und die Landwirtschaft.

 

In der Nacht auf den 1. August 1944 wurden die Gebäude, ebenso wie das  nahe gelegene Kloster der Benediktinerinnen, durch eine Luftmine beschädigt.

 

Heute steht die Schamari Mühle unter Denkmalschutz.

 

In der Nacht auf den 1. August 1944 wurden die Gebäude, ebenso wie das nahe gelegene Kloster der Benediktinerinnen, durch eine Luftmine beschädigt.

 

Heute steht die Schamari Mühle unter Denkmalschutz.

 

Seitdem wird hier in ununterbrochener Tradition die Arbeit der Schamaris durch die Familie Andersson weitergeführt.

 

Das wunderschöne Anwesen, umgeben von mehr als einem Hektar Wiesen und Weiden, ist heute ein bevorzugtes Ziel von Ausflügler aus Nah und Fern.

 

 

 

 

     

 

  Brückenmühle (heute: Johannishof)

Bereits im Jahre 817 findet dieser Ort Erwähnung in den Geschichtsbüchern, als nämlich Kaiser Ludwig der Fromme eine Urkunde über einen Weinbergstausch mit der Abtei Fulda verleiht.

Dies ist der zweitälteste schriftliche Beleg für den Anbau des Weines im Rheingau.

Zwischen den Jahren 1132 bis 1916 musste sich die Mühle diversen Namenswechseln unterziehen, so wurde sie im Laufe der Zeit u. a.  1373 als "Mühle am Bifang", 1523 als "Weiße Cleße" bei der Brück, oder auch "Stubenrauchsmühle" genannt.

1696 wird sie dann als "Brückenmühle" und 1896 als "Brückenmühle des Franz Jann" bezeichnet.

Als Eigentümer wird die Familie von Schönborn genannt. Als Müller waren wohl über Generationen die Falkenstein´s die dortigen Pächter. 

1685 kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung des hiesigen Müllers Johann Niklas Falkenstein mit dem nördlichen Nachbarn, dem Schönburg´chen Müller Philipp Michel.

1699 waren abzuführen: an den Besitzer von Schönborn: 14 Malter Korn und an das Kloster Johannisberg: 1 Kumpf Korn Wasserpacht und 9 Schilling Zins.

Die letzte hier bestehende Brücke des "Kühweges" über den Elsterbach, die Verbindung zwischen den Ortsteilen Berg und Grund, wurde von der Gemeinde Johannisberg durch Kanalisierung des Baches beseitigt.

1845 geht die Mühle von Paul Jann auf den Winkeler Balthasar Krayer über.  1878 gehört sie dann der Ehefrau des Friedrich von Stubenrauch bis sie 1892 von Franz Jann aus Geisenheim erworben wird.

1916 wurde hier die Gastwirtschaft "Zum Schweizertal" betrieben.

Die Liegenschaft wurde in diesem Jahrhundert von der Familie Eser erworben und ist für seine guten Weinlagen weithin bekannt.   

Vor dieser Mühle wurde 2001 das erste Hinweisschild des neu geschaffenen Mühlen-Wanderweges aufgestellt.

       
Krayer´sche Mühle 

Die ehemalige Getreide-Mühle wurde 1660 erstmals als die des "Mathias Bambach" erwähnt der sie wiederum von seinem Vater ererbt hatte. In der Urkunde wird weiterhin erwähnt das die Mühle zuvor bereits einem Johannes Kreis gehört hatte.

Die Lage war direkt neben (gegenüber) dem ehemaligen Besitz des Klosters Brauweiler.

Direkt oberhalb der Mühle war die Mehlwaage.

Im Juli 1685 verleiht das Johannisberger Gericht die „gemeine Mehlwaage im Johannisgrund“ dem Müller Hans Mathias Bambach auf 10 Jahre zum Preis von 11 Batzen jährlich, da die Bauunterhaltung der Gemeinde zu schwer fiel.

Auch die Besitzer dieser Mühle waren verpflichtet, bedingt durch das Wasserrecht des Klosters Johannisberg, Abgaben in Form einer Wasserpacht zu entrichten. 1699 waren das: 1 Malter und 1 Virnsel Korn.

1735 wird als Besitzer Caspar Bambach genannt und danach 1743 Wendel Kreier und 1752 Peter Kreyer.
 

1836 ging die Mühle von Paul Krayer auf Paul Jann und 1845 auf Peter Jann über.

Dieser führte die Mühle noch ihrem Zweck nach bis zu seinem Tod 1850 weiter. Aus dessen Nachlass wiederum ersteigerten am 17. Dezember 1850 die Besitzer der Maschinenfabrik die Mühle und nutzten die Wasserkraft bis zur Aufstellung einer Dampfmaschine zum Antrieb der Maschinen. 

 


 

 
 
     

 

 

 

Zuleitung des Mühlbachs

 

  Vatter´sche-Mühle   (heute Weingut Schwarz)

 

Die unterste der Mühlen im Johannisberger Grund wurde 1860 auch "Scherer´sche Mühle" genannt.

 

Zu dieser Zeit wurde sie von Christoph Korn betrieben.

 

An diese Mühle grenzte unten das Backhaus im Grund.

 

1696 war sie an Johann Graaff verpachtet. Eigentümer der Mühle war, wie am 10. Juni 1699 in einem Bericht des Johannisberger Gerichts erwähnt wurde, der Pfarrer zu Bilkheim, Johann Peter Vatter.

 

1735 hieß der Besitzer (Müller) Wendl Kreier und 1752 Peter Kreyer.

 

Späterer Eigentümer war wohl ein Johann Bohn, der 1860 das Recht erhielt den Bach unterhalb seiner Mühle zu überbauen. Im Jahr darauf, am 12. März 1861, verklagte ihn der Müller der darunter liegenden "Mühle an der Klaus" der seine Klage jedoch als grundlos zurückziehen musste.

 

Im Jahr 1877 ging die Mühle auf Joseph Topalanek über. Dieser gab jedoch bei einem Umbau 1881 den Mühlenbetrieb auf.

Es nuss sich um dieses Anwesen handeln das am 17.12.1850 aus dem Nachlass der Familie Jann von dem Gründer der Druckmaschinenfabrik Johann Klein und dessen Teilhabern ersteigert wurde. Dabei löste man für 1912 Mark die auf der Mühle lastende Abgabe an das Schloss ab.

Die damals ersteigerte Mühle diente jedenfalls für kurze Zeit zur Energiegewinnung  für den Betrieb der Maschinenfabrik bevor man die Fabrik auf Dampfkraft umrüstete.

In dem oberen Gebäude, dem heutigen Wohnhaus wurde noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Weinlokal betrieben.

Heute ist von der Mühle leider nicht mehr viel übrig geblieben. Lediglich das unterirdische Bruchsteingewölbe, durch welches einmal das Wasser des Mühlbachs zugeleitet wurde, ist noch erhalten geblieben.

Nun ist die Familie Schwarz Besitzer des Grundstückes und bewirtet im Sommer in der Straußwirtschaft, gegenüber dem einstigen Weinlokal, ihre Besucher mit eigenem Wein und Sekt.

     
"Mühle an der Klaus" (Winkel)

Die Mühle befand sich wohl einst in einem Nachbargebäude der "Klaus".

Im Jahr 1861 wurde die Mühle noch von dem Müller Johann Joseph Eser betrieben.

Heute befindet sich auf dem Gelände nur noch eine alte Scheune.

 
     

  Anker-Mühle (Winkel)

Ehemalige Getreidemühle aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Früher auch als "Anger-Mühle" bezeichnet. Im Jahr 1891 erwarb Karl Eiser die Mühle von deren Vorbesitzer Balthasar Krayer.

Eiser betrieb die Mühle und den Weinbau bis zum Jahr 1923. Danach übernahm 1928 dessen Sohn Karl Josef den Betrieb und baute nicht nur die Weinbaufläche aus, sondern betrieb außerdem noch eine Schafzucht.

Heute ist die Mühle ein Weingut und wird in 4. Generation von der Familie Eiser betrieben.

     
Weißmühle (Winkel)

Diese ehemalige Getreide-Mühle wurde in der Zeit der Industriellen Revolution, ebenso wie viele andere Mühlen nicht mehr benötigt.

Aus diesem Grunde nutzte man die Einrichtungen eine Weile als Brauerei zur Biererzeugung.

Im Volksmund hatte sie deshalb auch den Namen Biermühle.

Weitere Informationen über diese Mühle, die sich heute in Privatbesitz befindet, liegen mir derzeit nicht vor.

 

 

     
  Pforzheimer-Mühle (heute Weingut St. Bartholomaeus - Winkel)

Die "Pforzheimer Mühle" in Winkel am Elsterbach, beherbergt heute ein Weingut. Sie war die letzte der einst zahlreich im Rheingau vertretenen Ölmühlen.

Das Öl wurde u. a. aus Raps, Leinsamen, Bucheckern, Sonnenblumenkernen und hier hauptsächlich aus Nüssen gepresst.

Ölmühlen waren in Deutschland eher eine Seltenheit aber der Rheingau war wohl auch einmal ein bedeutendes "Walnußland". Als zu Beginn des 1. Weltkrieges die letzten Nußbäume gefällt und zur Herstellung von Gewehrkolben genutzt wurden, wurde der Mühle die wirtschaftliche Existenz entzogen. Heute befindet sich hier das Weingut "St. Bartholomaeus" der Familie Schmidt.

     
Zwick-Mühle (Winkel)

In diesem Bereich, kurz vor der Mündung des Elsterbaches in den Rhein, standen einst die beiden letzten Mühlen entlang des Elsterbaches. Der genaue Standort ist jedoch nicht mehr bekannt. Heute wird hier ein Gasthaus betrieben, dessen Name - in geschickter Ausnutzung an die alte Mühlentradition - vom Spitznamen "Zwick" - des Erbauers stammt. 

 
     

Mühlenarten:

  • Gewürzmühlen

  • Sägemühlen

  • Papiermühlen

  • Schleifmühlen

  • Lohmühlen

  • Walkmühlen

   
     
     
 

Seit 2001 wird entlang der Mühlen am Elsterbach, zunächst im oberen Bereich, der "Mühlen-Wanderweg" eingerichtet.

 

     
     

 

 

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