- Johannisberger
Persönlichkeiten
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Hier stellen wir Ihnen Personen
vor, die in Johannisberg lebten oder wirkten.
Es ist sehr interessant, dass aus der
Johannisberger Dorfschule im
vorigen Jahrhundert eine ganze Reihe berühmter und markanter Rheingauer
hervorgegangen ist.
So u. a. der Pädagoge de Laspée, der unter anderem in
Wiesbaden eine Schule gründete, die sogar von Goethe einmal besucht
wurde, und der später in Johannisberg auf dem 'Hansenberg' eine Schule
eröffnen wollte.
Dann der nassauische Trachtenmaler Friedrich
Hottenroth,
der auch die Trachten Johannisberger Bürger in einer sehr genauen und
gefälligen Malweise schuf und in seinen Büchern manches an alter
Rheingauer Überlieferung sammelte. Auch seine Geschwister, insbesondere
sein jüngster Bruder
Valentin - der Klavierbauer und letzter ehrenamtliche Bürgermeister,
waren herausragende Bürger von Johannisberg.
Auch der Gründer der Johannisberger
Druckmaschinenfabrik Johann Klein wuchs im Dorf Johannisberg auf, ebenso
wie der spätere Straßburger Oberschulrat Dr. Peter Scherer.
Sogar ein damals sehr bekannter nassauischer Journalist,
Johannes Weitzel, zählte zu den Schülern dieser Dorfschule, die
möglicherweise auch vom Geist des großen Kanzlers Metternich beflügelt
wurde dessen Lehrer Niklas Vogt in Johannisberg wirkte.
Berühmte Johannisberger
wurden in der Neuzeit z. T. durch die Benennung von Straßennamen geehrt.
Zu den meisten dieser Personen finden Sie
übrigens hinter
dem Namen oder dem Bild einen Link mit zusätzlichen Informationen !.
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Konrad von Rodenberg OSB geboren in den Niederlanden.
hervorragender Theologe. Abt des Klosters Johannisberg.
gestorben am 25.12.1486 in Johannisberg.
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Peter Schlarff OSB geb. ca. 1450 in Geisenheim.
Studium in Heidelberg. Schrieb u. a. Gedichte und über
die Geschichte der Stadt Mainz.
Starb 1524 als Mönch in Johannisberg. |
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Jakob Ch. Christmann,
im November 1554 in Johannisberg geboren. Orientalist und Astronom.
1584 tätig als Professor der hebräischen
Sprache und ab 1608 auch der arabischen Sprache in Heidelberg. 1603
erwarb er die Originalhandschrift des Werkes von Kopernikus über das
Weltsystem.
Am 16.3.1613 in Heidelberg verstorben. |
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Dr. med. Johann Jakob Linnes, in Johannisberg
als Sohn des Unterschultheisen Johannes Linnes (Lindes) geboren. Arzt des
Landesviertels Vorau in der Steiermark (Österreich).
Besuchte verschiedene Universitäten in
Italien und Frankreich. Darunter ein zweijähriges Studium der Anatomie in
Padua sowie ein siebenjähriges Praktikum in Graz. Er ordinierte und wohnte
in Hartberg, einer von 2 Ost-Steirichen Grenzstädten zu Ungarn.
Im März 1665 in Hartberg verstorben.
Seinen Besitz in Johannisberg hinterließ er der hiesigen Pfarrgemeinde. |
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Franz Ittner geb. in Mainz 1721
Der Arzt und Botaniker verbrachte seinen
Lebensabend auf seinem Landgut in Johannisberg.
Er starb dort am 16. Dezember 1795. |
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Niclas Vogt,
geb. am 6. Dezember 1756 in Mainz. Universitäts-Professor für Geschichte
in Mainz.
Senator in Frankfurt, Freund und Lehrer der
Fürsten Metternich.
Er war dem Johannisberg aufs engste
verbunden und starb am 19.5.1836 in Frankfurt.
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Niklas Vogt
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Pater Karl Arnd,
in Fulda am 4.4.1759 geboren. Oeconom in Schloss Johannisberg.
Priesterweihe 1781. Durch Decret vom 25.8.1792 Oeconom und betraut mit
der Gesamtleitung des fürstlich Fuldischen Schlosses Johannisberg. Nach
der Säkularisation 1802 in dieser Funktion zunächst übernommen durch
Prinz Wilhelm Friedrich von Oranien. Dann durch die weiteren Besitzer
des Schlosses: das Fürstentum Nassau 1806, Marschall Kellermann 1807,
Österreich 1815 und unter Metternich bis 1824.
Gestorben 10. 5. 1844 in Johannisberg. |
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Dr. Joseph Faust, geboren am 8. 9.1856 in
Johannisberg Katholischer
Geistlicher und Schriftsteller.
Verstorben am 31. 7. 1919 in Hochheim am
Main.
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Fürst
Clemens-Wenzel-Lothar von Metternich
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Clemens-Wenzel-Lothar
Fürst v.
Metternich-Winneburg, geboren 15. 5.1773 in Koblenz.
Diplomat u. Österreichischer Staatskanzler, erhielt das Schloss
Johannisberg am 1.
7.1816 als Schenkung für seine Verdienste um den Europäischen Frieden,
von Kaiser Franz 1. von Österreich.
Er verstarb am 11. 6.1859 in Wien. |
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Johannes Weitzel,
Publizist und Bibliothekar, in
Johannisberg Grund am 24.10.1772 geboren.
Politischer Schriftsteller, Ehrendoktor der
Philosophischen Fakultät in Marburg.
Am 10. 1. 1837 in Wiesbaden verstorben. |
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Johannes Weitzel
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- Johannes de
Laspée
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Johannes de Laspée, in
Johannisberg am 25.9.1773 geboren, Schüler von Pestalozzi.
Er wirkte bahnbrechend als Volkserzieher. Er erwarb auf dem
"Hansenberg" ein Grundstück, um dort eine Erziehungsanstalt und Schule für elternlose Kinder zu errichten, starb
aber vor Vollendung seines Vorhabens am 20.3.1825 in Wiesbaden.
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Johann Baptist Heckler,
5. März 1776 in Eltville geboren. Apotheker u. Bürgermeister in
Eltville. Heckler war lange Jahre Oberkellermeister
auf Schloss Johannisberg und hat sich dort um den Weinbau verdient
gemacht.
Er starb am 17.5.1860. |
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Peter Cornelius
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Peter
Cornelius,
aus Mainz, 1824-1874. Tondichter, Komponist
Er
war kein gebürtiger Johannisberger. Als Neffe des Malers Cornelius und weilte oft im Johannisberger Haus
des Mainzer Kaufmanns Carl Hestermann.
1858 verfasste er in Johannisberg, in dem heute noch erhaltenen
"Corneliushaus" (Am Morschberg), den größten Teil seiner seine
köstlichen Oper "Der Barbier von Bagdad'.
Link:
http://library.byu.edu/~rdh/prmss/a-d/corneliu.html |
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Johann Klein,
1819 in Johannisberg geboren. Druckmaschinenbauer, Unternehmer, Winzer und
Wohltäter der Gemeinde.
Gründer der Johannisberger
Druckmaschinenfabrik.
Er starb am 10. Januar 1897 im Alter von 78
Jahren an einem Schlaganfall in einem seiner Weinberge in Johannisberg.
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Johann Klein
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Friedrich Hottenroth, geboren am 6.
Februar 1840 in Johannisberg
Litograph,
Maler,
Schriftsteller, Trachten- und Brauchtumsforscher.
Hottenroth´s Hauptwerke
waren: "Deutsche Volkstrachten", "Nassauische Volkstrachten" und das Werk
"Trachten, Haus-, Feld-, und Kriegsgeräte der Völker alter und neuer Zeit"
gestorben am 26. Mai 1917 in Frankfurt.
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- Valentin Hottenroth
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Valentin Hottenroth, geboren am 5.
Oktober 1842 in Johannisberg
jüngster Bruder von Friedrich. Im weiten Umkreis der einzige Klavierbauer.
1891 bis zu seinem Tode der letzte ehrenamtliche Bürgermeister von
Johannisberg.
gestorben am 3. Juli 1911 in Johannisberg.
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Dr. Peter Scherer,
in Johannisberg am 28.11.1853 geboren. Oberschulrat in Straßburg, Schriftsteller.
Humorvolle Wiedergabe mundartlicher
Gespräche und lebenswahre Zeichnung der Menschen mit ihren kleinen
Schwächen. Autor des "Alten Säkulum" und der 1924 und 1928 erschienen
"Heimaterinnerungen".
verstarb am 25.7.1930 in Freiburg i. Br. |
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- Dr. Peter Scherer
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- Emma von Mumm
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Emma v. Mumm
von Schwarzenstein, geb. Passavant.
Sie erbaute ein Schülerheim (heutiges
Hotel Neugebauer) und stiftete 1921 das Kriegerdenkmal. Sie erwarb sich
große Verdienste im sozialen Bereich und wurde als Wohltäterin von
Johannisberg 1913 zur Ehrenbürgerin ernannt.
Sie starb am 11. November 1922. |
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Wilhelm Klunk,
in Johannisberg am 27.10.1883 geboren. Dreher, Kommunalpolitiker.
Arbeitervertreter und langjähriger Geisenheimer Stadtverordneter.
Er starb am 30.12.1962. |
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- Wilhelm Klunk
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Dr. Franz Schramm,
geb. 2. April 1887 in Frankfurt am Main.
Pädagoge und Staatsminister.
Oberstudiendirektor im Gymnasium
Geisenheim, Schulamtsleiter und hessischer Kultusminister.
Gestorben am 28. Februar 1967 in
Geisenheim.
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Pfarrer
Christian Neuroth,
geb. 31. März 1896 in Oberelbert.
Pfarrer in Johannisberg von 1936-1964
Erwarb sich große Verdienste um den
Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg völlig zerstörten Schloss- und
Pfarrkirche.
Er starb am 5. April 1964 in
Johannisberg.
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- Christian Neuroth
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- Christian Labonte
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Christian Labonte,
am 18. September 1899 in Oberelbert geboren,
Winzer, Domänenrat, Kommunalpolitiker. Wirken für Johannisberg und den
Rheingau. Mitbegründer des Weinbauverbandes und der Weinkritik.
Er starb 14.3.1992 in Johannisberg. |
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Leopold
Bausinger (1899-1973)
Landrat des Rheingau Kreises.
Ab 1962 wohnhaft in Johannisberg. |
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- Paul Alfons v.
Metternich-Winneburg
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Paul Alfons Fürst von Metternich-Winneburg, in Wien am 26. Mai
1917 geboren. Besitzer des Weingutes Schloss Johannisberg.
Urenkel des Staatskanzlers Clemens Wenzel
Lothar von Metternich-Winneburg.
Rennfahrer und Präsident des AVD und des
Weltautomobilverbandes (FIA).
Als letzter (offizieller) männlicher Nachkomme
seiner Familie erlöscht mit ihm ein
glanzvoller Namen der deutschen, Europäischen und Rheingauer Geschichte.
Er starb am 21.9.1992. |
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