- Das
Johannisberger Rathaus
...heute Vereinsheim des JCV
1913 e.V.
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Was die größeren Gemeinden wesentlich
zu bestimmen pflegt, eine mit Turm und Schiff über die Häuser
emporragende Kirche, fehlte in Johannisberg - zumindest in dem Ortsteil
"Berg" - da die Gemeinde ja die Klosterkirche besuchte.
Wohl aber besaß Johannisberg schon im
Ausgang des Mittelalters ein Rathaus das zuerst 1516 erwähnt wurde.
Noch zu Beginn des dreißigjährigen
Krieges (1618-48) ließ der damalige
Schultheiß Niclaus
Itzstein umfangreiche Umbauten vornehemen. 1628 ließ er für 30 Gulden
eine neue Küche samt Zubehör am Rathausgiebel machen und für 30
Gulden 2 neue Speicher auf dem Rathaus herrichten. Letztere dienten der Lagerung von 100 Malter Korn zur Lagerung für Notfälle.
Bereits im 16. Jahrhundert wurde am
Rathaus eine Uhr angebracht.1626 wurden die 120 Gulden abgelegt, die 36
Jahre zuvor beim Stift Bleidenstadt zum Kauf der Uhr entliehen wurden
waren.
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- Das "alte"
Johannisberger Rathaus von Norden
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1682 wurde der noch heute erhaltene
Aktenschrank angeschafft. Er ist etwa 2,30 m hoch und 1,65 m breit.
Außen ist er kunstvoll gearbeitet und im Inneren weist er für Archiv und
Registratur 30 Schubladen und eine Regalfläche auf.
Während man das "alte" Rathaus im Jahr
1976 neu verputzte, stellte man fest das das zweite -heute massive-
Geschoss einst aus Fachwerk bestand. Durch den Verputz wurden ein
rundbogiger Kellereingang an der Seite zur "Oberen Brunnengasse" und je
ein rundbogiges Fenster im Erd- und Obergeschoss auf der linken Seite
des straßenseitigen Giebels verdeckt.
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- Die Glocke
des Rathauses
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Die vorhandene Rathausglocke, 1972 auf
Elektrobetrieb umgestellt, misst in Höhe und Durchmesser 54 cm und
trägt die Inschrift:
1793 GOSSE MICH
JOHANN GEORG JOHANNES SCHNEIDEWINDE IN FRANKFURT
Als Emblem zeigt die Rathausglocke eine Kreuzigungsgruppe.
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Die ehemalige Turmuhr
des Rathauses
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Die Turmuhr von 1861 wurde im
Jahr 1975 von Schülern der beruflichen Schulen Geisenheim restauriert.
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- Sonnenuhr an der Südwand des
Rathauses
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- Das "alte"
Johannisberger Rathaus von Süden
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Heute ist das Rathaus im Besitz des Stadt
Geisenheim und wurde vom Johannisberger-Carneval-Verein 1913 e.V. im
Jahr 1999 für
zunächst 10 Jahre als
Vereinsheim angemietet. Neben
dem Saal im ersten Stock des Gebäudes wurde eine Küche eingerichtet und
in dem kleinen Anbau im Erdgeschoss wurde eine Toilettenanlage
errichtet. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten
wurde das Gebäude im Herbst 2001 im Rahmen eines "Tages der offenen Tür"
der Bevölkerung vorgestellt. Als
nächstes soll ev. der Ausbau des großen Speichers in Angriff genommen
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Heiligenfigur
"Johannes der Täufer" (v. Adam Winter)
Seit 1960 an der Nordostwand des
Rathauses
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Tür des
Rathauses
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| © Farbfotos:
Rudolf Edinger |
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